Technikgestützte Versorgung verbessert Intensivpflege

Intensivstationen Lüner Klinikum

& Universitätsklinikum Freiburg

Foto: Universitätsklinikum Freiburg

Forschungsarbeit zeigt – Technikgestützte Versorgung verbessert Intensivpflege

Auf Intensivstationen ist es meistens vor allem eins: stressig für die Pflegekräfte. Die Zeit ist knapp, jeder Handgriff muss sitzen. Um sie zu unterstützen, werden immer öfter technikgestützte Versorgungsangebote eingesetzt, die auch den Patienten einen großen Mehrwert und eine Erhöhung des Wohlbefindens bieten. Gerade, wenn sie eine längere Zeit auf der Intensivstation verbringen müssen. In zwei aktuellen Artikeln berichten Praktiker aus zwei Krankenhäusern über ihre Erfahrungen mit dem Qwiek.up, einem innovativen technischen Hilfsmittel, das auf verschiedenen Intensivstationen getestet wurde. Die Universität Freiburg hat diesem Thema ein Forschungsarbeit gewidmet. Seien Sie überrascht von den Ergebnissen.

Das Pflegepersonal auf Intensivstationen muss viele Aufgaben bewältigen, die oftmals strapaziös sind, Geduld erfordern und an die Substanz gehen. Auf der anderen Seite des hektischen Alltags dort sind die Patienten, die aus verschiedensten Gründen auf eine intensivmedizinische Behandlung angewiesen und an ihr Bett gebunden sind. Mit der Fragestellung, wie sich die Situation für Pflegekräfte auf der einen Seite und Patienten auf der anderen Seite verbessern kann, beschäftigt sich ein Forschungsprojekt am Universitätsklinikum Freiburg (UKF). Im dortigen Pflegepraxiszentrum (PPZ) werden vor allem innovative Technologien getestet, die in der Pflege eingesetzt werden. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist Teil des deutschlandweiten Clusters „Zukunft der Pflege“.

„Nicht umsonst stehen die Pflegekräfte an manchen Tagen „regelrecht Schlange“, um ihren Patienten das Erlebnis des Qwiek.up zu bieten, wie „Pflegen Intensiv“ berichtet.“

Mit dem Versprechen, Pflegekräfte zu entlasten und ein audiovisuelles Erlebnis für die Patienten zu schaffen, tritt das Qwiek.up an. Und der Projektor wusste von Anfang an zu überzeugen. „Im Projekt zeigte sich, dass die Technologie trotz der eingeschränkten räumlichen und organisatorischen Bedingungen einer Intensivstation schnell und ohne großen Vorlauf einsatzbereit und durchführbar war“, heißt es in einem Gastbeitrag in der Fachzeitschrift „Pflegen Intensiv“ (erschienen im August 2020). Verfasst wurde er von den Forschern des UKF und der Hochschule Furtwangen, die gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Freiburg das PPZ bilden.

Flexible Nutzung bei zahlreichen Patienten

Das Qwiek.up wurde dort genauestens unter die Lupe genommen und dazu auf der neurochirurgischen Intensivstation und einer chirurgischen Normalstation eingesetzt. Da er von mehreren Pflegekräften bei zahlreichen Patienten zur Anwendung gebracht wurde, war es wichtig, dass unter Beweis stellen konnte, dass er flexibel und mobil nutzbar ist – zwei Attribute, die bei der Entwicklung des Geräts eine entscheidende Rolle gespielt haben. Innerhalb kürzester Zeit ist es einsatzbereit, die Bedienung erfolgt intuitiv.

Auch die Wirkung auf die Patienten auf der neurochirurgischen Intensivstation war sehr gut, schreibt das Forscherteam in „Pflegen Intensiv“: „Die von wohltuender Musik untermalten Naturerlebnisse hatten einen großen Effekt auf die Patienten, was für die Pflegefachpersonen eine positive Überraschung darstellte. Insbesondere bei agitierten Patienten war der positive Effekt deutlich erkennbar.“ Die Forscher haben zudem die Beobachtung gemacht, dass die Patienten die Filmsequenzen aufmerksam verfolgten und wacher als sonst wirkten.

Technikgestützte Versorgung verbessert Intensivpflege

Quellen

Foto's: Qwiek.up am Universitätsklinikum Freiburg. Foto Links: 2) aus PflegenIntensiv 3 |20 Foto rechts: 3) aus Die Schwester | Der Pfleger 4 | 20

Technikgestützte Versorgung verbessert Intensivpflege

Patient viel lebhafter

Ähnliche Erfahrungen hat laut den „Lüner Nachrichten“ das St.-Marien-Hospital in Lünen gemacht. Auch dort setzt das Pflegepersonal bei Intensivpatienten das Qwiek.up ein. Statt – wochen- oder monatelang ans Bett gefesselt – nur an weiße Decken und kahle Wände zu starren, können sie mithilfe des Geräts den Kontakt zur Außenwelt halten. Entweder über die mitgelieferten Erlebnismodule, die beispielsweise mit Naturaufnahmen optisch und akustisch stimulieren, oder individuelle Module, die seitens der Angehörigen gestaltet und mit Bildern und Videos aus dem persönlichen Umfeld des Klienten bespielt werden – wie in einem Fall, den der Stationsleiter der operativen Intensivstation gegenüber den „Lüner Nachrichten“ beschreibt: „Der Patient hat sich viel lebhafter gezeigt, das war eine ganz andere Körperhaltung.“ Und weiter: „Wir kommen mit unseren Patienten viel besser ins Gespräch. Uns sagen die Bilder ja nicht so viel, also fragen wir nach und sie erzählen.“ Und dann erzählen die Patienten etwa von ihren Tieren, die sie dank der Projektion des Qwiek.up nach langer Zeit mal wieder sehen.

Angehörige können sich einbringen

Gerade für die Angehörigen ist es eine sehr schwierige Situation, wenn ihre Liebsten auf der Intensivstation liegen. Und das oftmals über eine längere Zeit. Meist streng regulierte Besuchszeiten und das Gefühl, eher im Weg zu stehen, als helfen zu können, sorgen für ein ungutes Gefühl. Dabei hat sich in vielen Fällen gezeigt, dass sie zur Gesundung beitragen können. Durch die Erstellung eines individuellen Moduls mit persönlichen Inhalten aus dem gewohnten Umfeld können sie sich so einbringen und dem Patienten ganz nah sein.

Quellenreferenz

1. Ruhr Nachrichten, "Lüner Klinikum: Wie Katze Schnursula und Hund Balou Intensivpatienten auf die Beine helfen", https://www.ruhrnachrichten.de/luenen/luener-klinikum-wie-katze-schnursula-und-hund-balou-intensivpatienten-auf-die-beine-helfen-plus-1487038.html
2. aus Fachmagazin: PflegenIntensiv 3 |20, Intensivpflege, "Deutlich erkennbares Potenzial, trotz einiger Limitationen"
3. aus Fachzeitschrift: Die Schwester | Der Pfleger 4 | 20, "Pflegepraxis, Mehr Wohlbefinden durch Technikeinsatz?",  https://www.bibliomed-pflege.de/sp/artikel/40549-mehr-wohlbefinden-durch-technikeinsatz

 

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Qwiek.up vielseitig einsetzbar

Fazit: Durch seine Flexibilität kann das Qwiek.up in der Intensivmedizin vielseitig eingesetzt werden – neben der Chirurgie etwa auch auf Stationen der Inneren Medizin, der Pädiatrie und der Neurologie. Insbesondere Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder Delir können vom Projektor profitieren. Ein weiterer Vorteil: Durch seine Kompaktheit steht er auch in den meist eng geschnittenen Patientenzimmern dem Pflegepersonal nicht im Weg herum, wenn es unter Zeitdruck anderen Aufgaben nachgehen muss. Denn schließlich soll er beiden Seiten einen Mehrwert bieten.

Und das tut er: Nicht umsonst stehen die Pflegekräfte an manchen Tagen „regelrecht Schlange“, um ihren Patienten das Erlebnis des Qwiek.up zu bieten, wie „Pflegen Intensiv“ berichtet.


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