Jonas Hyder

Meet the Qwiek.team – Jonas Hyder

Lerne Jonas Hyder kennen. Jonas ist der deutsche Produktspezialist von Qwiek. Jonas ist 30 Jahre alt und behauptet in seiner Freizeit viel Sport zu machen. Was wir sicher von ihm wissen ist, dass er sich gelegentlich und gerne einen Rum oder eine Zigarre gönnt.

Jonas Hyder
Was ist deine Aufgabe bei Qwiek?

Ich bin Produktspezialist bei Qwiek für den deutschen Markt. Meine Aufgabe ist also, Interessenten unsere Produkte näher zu bringen; Sie anzusprechen, Demonstrationen zu geben und alles weitere zu organisieren. Auch bei anderen Anliegen und Problemen bin ich der erste Ansprechpartner. Da ich bisher der einzige meiner Art in Deutschland bin, habe ich viele weitere Aufgaben. Ich bin hier quasi Augen und Ohren von Qwiek, d.h. Ich stehe nicht nur mit unserem Vertrieb, sondern de facto mit allen anderen Abteilungen regelmäßig in Kontakt. Jeder Markt ist anders und auch zwischen den Niederlanden und Deutschland gibt es viele Unterschiede. Das fängt bei der Sprache an, geht weiter über die Gesetze, unterschiedliche Ansatzweise usw.

Wie bist du zum ersten Mal mit Qwiek in Kontakt gekommen?

Im Sommer 2016 war ich auf der Suche nach einem Praktikumsplatz für meine Abschlussarbeit in International Business und Management Studies. Über drei Ecken bin ich dann bei Qwiek gelandet. Damals war das bestimmende Thema in den Medien der Brexit, weshalb Qwiek seine Expansionspläne für Großbritannien auf Eis gelegt hat. Meine Anfrage kam also genau zur richtigen Zeit: Qwiek suchte nach neuen Märkten für seine Produkte und meine Vorgabe war, für eine Firma außerhalb Deutschlands ein Projekt mit internationalem Bezug durchzuführen. Logischerweise war das Thema dann eine für Qwiek passende Eintrittsstrategie in den deutschen Pflegemarkt zu finden. Ich hatte vorher gar nichts mit dem Bereich Pflege zu tun, d.h. ich musste mich in viele Dinge einlesen und habe während des Praktikums viel gelernt, was nichts mit meiner eigentlichen Ausbildung zu tun hat.

Wie waren die ersten Reaktionen auf das Qwiek.up im deutschen Markt?

Bei den ersten Anrufen bei Pflegeeinrichtungen, durchwachsen. Dazu muss man sich aber zunächst unsere Situation klar machen: Wir waren in einem für uns neuen Markt, in dem niemand uns und unsere Produkte kannte. Wir fingen Mitten im Jahr an und kurz nachdem zwei Gesetzesänderungen große Umstellungen in die stationäre Pflege gebracht hatten. Deswegen war es am Anfang sehr schwierig, die Leute davon zu überzeugen, uns ihre Zeit zu schenken. Ich bin ehrlich: Da gab es auch Momente, wo ich am liebsten alles hingeschmissen hätte. In den Niederlanden hat Qwiek aber genau dasselbe am Anfang durchgemacht. Das und die Art und Weise, wie die Leute dann während der Vorstellung auf das Qwiek.up reagierten, haben mich motiviert weiter zu machen. Viele Fachkräfte, die von sich selbst behaupten schwer zu begeistern zu sein, waren nach einer Demo sehr beeindruckt. Im Gegensatz zum Fußball schauen die Deutschen im Pflegebereich manchmal doch ein wenig neidisch auf die Niederlande. Inzwischen sind wir glaube ich gut in Deutschland angekommen. Durch Artikel in Fachzeitschriften und Messebesuche sind wir keine Unbekannte mehr und meiner Meinung nach auf einem guten, aber sicher noch langen Weg.

Warum hast du dir einen Beruf mit Bezug zur Pflege ausgesucht?

Dass es in diese oder zumindest eine ähnliche Richtung gehen musste, ist mir während meiner Abschlussarbeit bewusst geworden. Auch wenn so ein Management-Studium in vielen Teilen trocken ist, habe immer gerne international, im Bereich Organisation und im freien Markt gearbeitet. Mir hat aber stets etwas zu meiner Zufriedenheit gefehlt und ich wusste lange nicht, was das war. Durch die Beschäftigung mit dem Thema Pflege und Behindertenhilfe – was wie gesagt völlig neu für mich war – , ist mir bewusst geworden, das ich einen sozialen Mehrwert durch mein Tun brauche. Als ich dann gefragt wurde, ob ich das, was ich mit meiner Abschlussarbeit angefangen habe nicht weiter machen möchte, musste ich nicht lange überlegen. Ich treffe nun jeden Tag auf Menschen, die für das, was wir tun, dankbar sind dankbar und uns anfeuern weiter zu machen.

Was ist das Beste, was du bei Qwiek erlebt hast?

Das sind mit Sicherheit die Reaktionen von Betreuern und Bewohnern. Während der Vorstellung des Qwiek.up sind die Fachkräfte oft schon sehr enthusiastisch, was dann meistens durch die Reaktionen von Bewohnern noch gesteigert wird. Ich versuche soweit möglich dabei zu sein, wenn das .up ausprobiert wird. Man kann die Effekte oft in kurzer Zeit schon sehen, aber die wirklich herausstechenden Ereignisse ergeben sich meist während eines längeren Tests. Die Leute erzählen einem dann von Dementen, die nach Jahren wieder anfangen zu sprechen oder auf einmal völlig konzentriert verfolgen, was um sie passiert. Auch wenn man selbst nicht anwesend war, sieht man oft noch das funkeln in den Augen der Betreuer, die das beobachtet haben, und das berührt mich dann schon sehr.

Wo siehst du Qwiek in 10 Jahren?

Ich denke, dass wir in 10 Jahren breit aufgestellt sein werden, was unseren Vertrieb angeht als auch die Produkte. Mit Deutschland und Österreich haben wir jetzt zum ersten Mal neue Märkte betreten. Wenn ich auf die Entwicklung von Qwiek in den letzten 5 Jahren in BeNeLux gucke, erwarte ich das selbe für Deutschland und Österreich, demnächst die Schweiz und dann weitere Märkte. „Körperliche und geistige Einschränkungen machen nicht an der Grenze halt“ hat einer meiner Kollegen mal gesagt, weshalb ich hoffe, das wir in ganz Europa irgendwann zur Lösung dieser Probleme beitragen können. Dann wird man Qwiek denke ich auch nicht mehr „nur“ mit dem Qwiek.up verbinden sondern auch mit anderen hilfreichen Produkten und Ideen.